Ab Juni 2016 befindet sich mein Praxisraum für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Frankfurt am Main, Alt Ginnheim 10

 

Therapeutische Geschichte :

Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon;
ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling, wie dieser kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen.
Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen.

Es schien als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte.
So beschloss der Mann, ihm zu helfen: er nahm eine Schere und machte den Kokon auf.
Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus und fiel auf den Boden.

Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, daß die Flügel sich jeden Moment öffnen, sich vergrößern und sich ausdehnen würden, um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen.
Aber nichts davon geschah !
Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln. Niemals war er fähig zu fliegen.


Was der Mann, in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand war, dass der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist damit der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern. Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht.


Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen.Wenn wir durch unser Leben ohne Hindernisse gehen dürften, würde es uns lahm legen. Wir wären nicht so stark, wie wir sein könnten, und niemals fähig zu fliegen. (unbekannter Autor)

 

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